
In Hamburg-Kirchwerder liegen drei Naturschutzgebiete: die Kirchwerder Wiesen, das größte Naturschutzgebiet Hamburgs, dazu Zollenspieker direkt an der Elbe und das Kiebitzbrack an der Grenze zum Nachbarstadtteil Neuengamme. Alle drei gehören zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.
Baustellen in der Nähe solcher Flächen unterliegen oft strengen Auflagen. Unsere ökologische Baubegleitung überwacht diese Auflagen auf der Baustelle, kontrolliert Schutzzäune und dokumentiert, was geschieht. Umweltkontrollen werden so Teil des täglichen Bauablaufs und nicht erst dann zum Thema, wenn eine Behörde nachfragt.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Kirchwerder Wiesen bestehen zu großen Teilen aus feuchtem Marschgrünland mit einem engmaschigen Grabennetz. Dort leben sechs Amphibienarten, darunter der Moorfrosch, für den das Gebiet das bedeutendste Schutzgebiet Hamburgs ist, sowie Kammmolch und Erdkröte. Wo Amphibien zwischen Gräben und Landlebensräumen wandern, können Schutzzäune und regelmäßige Kontrollen zur Auflage werden.
Auf den Wiesen brüten mehr als 60 Vogelarten, darunter Kiebitz, Bekassine, Rotschenkel und Weißstorch, die als stark gefährdet gelten. Hinzu kommt die vom Aussterben bedrohte Trauerseeschwalbe. Bodenbrüter reagieren empfindlich auf Lärm, Licht und Menschen am Rand ihrer Flächen. Bauzeiten, Beleuchtung und Wege müssen deshalb häufig auf die Brutzeit abgestimmt werden.
Am Elbufer bei Zollenspieker prägen Ebbe und Flut das Außendeichsland mit Resten von Auwald und Süßwasserwatt zwischen den Buhnen. Hier wächst der Schierlings-Wasserfenchel, eine Pflanze, die es nur an der Elbe gibt. In Gräben und Brackgewässern leben Fische wie Steinbeißer, Schlammpeitzger und Bitterling. Einträge von Boden, Zement oder Öl in Gewässer müssen deshalb sicher verhindert werden.

Wir prüfen Schutzzäune und Fangeimer nach dem vorgegebenen Rhythmus, setzen gefundene Tiere nach Vorgabe der Fachgutachter um und dokumentieren Art und Zahl.
Wir behalten die Auflagen zu Brutzeiten im Blick, melden Abweichungen und achten darauf, dass Arbeiten, Licht und Lärm die festgelegten Grenzen einhalten.
Wir kontrollieren Schutzabstände zu Gräben, Bracks und Ufer, prüfen Abdeckungen, Ölbindemittel und Absetzbecken und dokumentieren, dass kein Schlamm oder Zementwasser ins Gewässer gelangt.
Wir überwachen, dass Baufahrzeuge auf festgelegten Wegen bleiben, geschützte Flächen nicht befahren werden und Oberboden getrennt gelagert wird.
Auflagen aus Genehmigung und Naturschutzrecht werden auf der Baustelle sichtbar eingehalten.
Amphibien, Brutvögel und Gewässer sind geschützt, bevor ein Schaden entsteht.
Eine lückenlose Dokumentation zeigt Behörden, was kontrolliert wurde.
Probleme fallen früh auf und führen seltener zu Baustopps.
→ Schutzzäune mit regelmäßigen Kontrollen halten Tiere von der Baufläche fern, gefundene Tiere werden fachgerecht umgesetzt.
→ Wir achten auf die vorgegebenen Bauzeitfenster und Abstände und melden der Bauleitung, wenn Arbeiten in die Brutzeit fallen würden.
→ Absetzbecken, Abdeckungen und Schutzstreifen am Graben verhindern Einträge, wir kontrollieren sie nach jedem stärkeren Regen.
→ Wir kennzeichnen Baustraßen und geschützte Flächen und sprechen Fahrer an, die die festgelegten Wege verlassen.
Wohn- und Betriebsgebäude nahe an Naturschutz- und FFH-Gebieten, bei denen Artenschutz und Gewässerschutz Auflage sind.
Vorhaben im Einflussbereich von Ebbe und Flut, bei denen Ufervegetation und Watt geschützt werden müssen.
Tiefbau entlang von Gräben, bei dem Wasserhaltung, Bodenlagerung und Amphibienschutz zusammenkommen.
Größere Versiegelung auf Marschflächen, bei der Oberboden, Entwässerung und Ausgleichsflächen zu beachten sind.

Wir lesen Genehmigung und Gutachten und halten fest, welche Arten, Gewässer und Flächen geschützt werden müssen.
Wir legen Zeiten, Orte und Art der Kontrollen fest und stimmen sie mit Bauleitung und Fachgutachtern ab.
Wir prüfen Zäune, Abstände, Gewässerschutz und Fahrwege auf der Baustelle und greifen bei Verstößen ein.
Alle Kontrollen und Funde halten wir schriftlich und mit Fotos fest, damit sie gegenüber Behörden belegt sind.
Liegt eine Baustelle in Hamburg-Kirchwerder nahe an Gräben mit Verbindung zu den Kirchwerder Wiesen und verlangt die Genehmigung einen Amphibienschutzzaun, dann bauen wir den Zaun nicht nur auf, sondern kontrollieren ihn in der Wanderzeit nach dem vorgegebenen Rhythmus. Gefundene Moorfrösche, Molche oder Kröten setzen wir nach Vorgabe der Fachgutachter auf die richtige Seite um.
Kündigt sich starker Regen an, dann prüfen wir Absetzbecken und Grabenabdeckungen und dokumentieren den Zustand mit Fotos. Wenn trotzdem trübes Wasser in den Graben gelangt, informieren wir sofort die Bauleitung, damit die Ursache behoben wird.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die ökologische Baubegleitung arbeitet eng mit dem Einrichtungsplan zusammen. Lager, Baustraßen und Container werden dort geplant, wo Gräben, Bäume und geschützte Flächen nicht gefährdet sind. Ändert sich die Einrichtung, prüfen wir die Folgen für die Umweltauflagen.
Unsere Kräfte der operativen Baulogistik achten bei Entsorgung und Reinigung auf dieselben Regeln. So wird Umweltschutz nicht von einer einzelnen Person getragen, sondern von allen, die täglich auf der Baustelle arbeiten.
Im Stadtteil liegen die Naturschutzgebiete Kirchwerder Wiesen, Zollenspieker und Kiebitzbrack, alle drei reichen teils bis in den Nachbarstadtteil Neuengamme. Alle drei sind zugleich FFH-Gebiete. Wer in ihrer Nähe baut, sollte früh klären, welche Auflagen für Artenschutz und Gewässer gelten.

Schicken Sie uns die Umweltauflagen Ihres Vorhabens in Hamburg-Kirchwerder. Wir schlagen vor, wie die Umweltkontrollen auf der Baustelle ablaufen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Hamburg-Kirchwerder. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit