
Zu Hamburg-Lohbrügge gehört ein Teil eines Naturgebiets, das als botanisch besonders wertvoll für die ganze Stadt gilt. Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung liegt teils im Stadtteil, teils im Nachbarstadtteil Billwerder, umfasst rund 464 Hektar und verbindet Geest, Moor und Marsch. Binnendünen, Orchideenwiesen, der Boberger See und das Achtermoor liegen dort nebeneinander.
Wer am Rand dieses Gebiets baut, muss Auflagen zu Artenschutz, Gewässern und Boden einhalten. Unsere ökologische Baubegleitung bringt diese Auflagen auf die Baustelle: Wir kontrollieren Schutzzäune, achten auf Bauzeiten und Lagerflächen und dokumentieren, was die Genehmigung verlangt.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Boberger Niederung steht seit 1991 unter Naturschutz und wurde 2025 vor allem im Bereich des Billebogens erweitert. Ihr Kern ist als FFH-Gebiet „Boberger Düne und Hangterrassen“ Teil von Natura 2000. Rund 110 Pflanzenarten der Roten Liste und fünf Orchideenarten wachsen dort. Vorhaben in der Nähe können eine Prüfung auf Verträglichkeit mit diesen Schutzzielen auslösen.
Zu den Tieren des Gebiets gehören Moorfrosch, Blauflügelige Ödlandschrecke, Grünspecht und Eisvogel. Die Kreuzkröte ist an den Haarteich zurückgekehrt, nachdem er eingezäunt wurde. Für Baustellen in der Umgebung bedeutet das: Amphibienwanderungen, Brutzeiten und offene Sandflächen bestimmen, wann und wo gearbeitet werden darf.
Auch der Boden verlangt Aufmerksamkeit. Wo früher aufgefüllt oder abgelagert wurde, kann der Untergrund Stoffe enthalten, die man ihm nicht ansieht. Erdarbeiten in solchen Lagen brauchen Bodenproben, getrennte Bereitstellung und einen sauberen Entsorgungsweg.

Wir überwachen die Auflagen aus Genehmigung und Fachgutachten, kontrollieren Bautabuzonen und Vegetationsschutz und halten jeden Termin in einem Protokoll für die Behörde fest.
In Wanderzeiten kontrollieren wir Schutzzäune und Fangeimer regelmäßig, dokumentieren Funde und bringen Tiere nach Vorgabe auf die sichere Seite.
Wo Baustellen nahe an Bille, Ladenbek oder Teichen liegen, achten wir auf Abstände, auf Lagerung wassergefährdender Stoffe und auf sauberen Abfluss von Baustellenwasser.
Wir achten darauf, dass Aushub nach Proben getrennt gelagert wird, Oberboden geschützt bleibt und belastetes Material nur über zugelassene Wege abgefahren wird.
Auflagen aus Genehmigung und Naturschutzrecht werden auf der Baustelle sichtbar umgesetzt.
Baustopps durch Verstöße gegen Artenschutz oder Gewässerschutz werden unwahrscheinlicher.
Protokolle belegen gegenüber der Behörde, was kontrolliert wurde.
Logistik und Umweltschutz werden in einem Plan zusammengeführt statt getrennt organisiert.
→ Ein Amphibienzaun lenkt die Tiere um. Wir kontrollieren ihn in der Wanderzeit täglich und stimmen Fahrzeiten mit der Bauleitung ab.
→ Offene Sandflächen sind dort Lebensraum. Wir suchen mit der Bauleitung eine Ersatzfläche und markieren Tabuzonen mit Zaun und Schildern.
→ Wir stoppen den Abtransport, lassen Proben nehmen und lagern das Material getrennt, bis das Ergebnis vorliegt.
→ Wir sichern sie mit Stammschutz und Bauzaun, kontrollieren den Abstand von Maschinen und melden Verstöße an Bauleitung und Behörde.
Neubau und Nachverdichtung an Flächen, die an Dünen, Moor oder Hangterrassen grenzen.
Arbeiten an Leitungen, Wegen und Böschungen nahe Bille und Ladenbek mit Auflagen zum Gewässerschutz.
Erdarbeiten auf Flächen mit Verdacht auf Altlasten, bei denen Proben und getrennte Lagerung vorgeschrieben sind.
Sanierung älterer Gebäude, an denen Fledermäuse oder Gebäudebrüter vorkommen können und Ersatzquartiere gefordert sind.

Wir werten Genehmigung, Fachgutachten und Pläne aus und klären, welche Schutzgüter am Baufeld betroffen sind.
Tabuzonen, Amphibienzäune und Gehölzschutz werden vor Baubeginn aufgestellt und abgenommen.
Während der Bauzeit prüfen wir Zäune, Abstände, Lagerung und Boden nach festem Rhythmus.
Protokolle, Fotos und Fundlisten gehen an Bauherr und Behörde, abschließend mit einem Bericht.
Grenzt ein Neubau an die Boberger Niederung, dann schreibt die Genehmigung häufig Bauzeitenfenster, Schutzzäune und eine ökologische Begleitung vor. Wir legen in diesem Fall vor Baubeginn Tabuzonen fest, stellen den Amphibienzaun auf und vereinbaren mit der Bauleitung, wann Fällungen und Erdarbeiten erlaubt sind.
Laufen die Arbeiten in die Wanderzeit hinein, dann kontrollieren wir den Zaun täglich und halten Funde fest. Fällt Aushub mit Auffälligkeiten an, lassen wir ihn getrennt lagern und erst nach Probenergebnis abfahren.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die ökologische Baubegleitung arbeitet mit der Baustelleneinrichtung zusammen: Lagerflächen, Zufahrten und Tabuzonen werden gemeinsam geplant, damit kein Material auf geschützten Flächen landet.
Mit der operativen Baulogistik teilen wir Entsorgungswege und Abfalltrennung. So bleibt in Hamburg-Lohbrügge Umweltschutz Teil des täglichen Ablaufs und keine Sonderaufgabe.
Meist dann, wenn die Genehmigung sie vorschreibt, etwa bei Vorhaben am Rand der Boberger Niederung, an Gewässern oder bei Eingriffen in Gehölze und Gebäude mit geschützten Arten. Auch ohne Auflage kann sie sinnvoll sein, um Verstöße und Baustopps zu vermeiden.

Schicken Sie uns Genehmigung und Lageplan. Wir sagen Ihnen, welche Kontrollen nötig sind. Auf der Baustelle übernehmen wir sie dann.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Hamburg-Lohbrügge. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit