
In Lilienthal reichen Flussniederungen und Moor bis dicht an die Siedlungen heran. Die Wümme fließt im Süden und Westen vorbei, die Wörpe mündet bei Lilienthal in sie, im Norden beginnt das Teufelsmoor. Viele Flächen sind geschützt, andere grenzen unmittelbar an Schutzgebiete. Für Bauvorhaben bedeutet das häufig Auflagen zu Gewässern, Artenschutz und Boden.
Unsere ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass diese Auflagen auf der Baustelle ankommen und eingehalten werden. Wir kontrollieren Schutzzäune, überwachen Tabuflächen, dokumentieren Funde und stimmen uns mit Bauleitung und Behörde ab, damit Natur und Bauzeitenplan zusammenpassen.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Unterhalb von Lilienthal bis zur Mündung in die Hamme ist die Wümme als Naturschutzgebiet Untere Wümme gesichert, auf rund 198 Hektar und seit 1988. Der Fluss ist hier tidebeeinflusst und mäandriert, es gibt Röhrichte, Weiden-Auwald und Süßwasserwatt sowie zehn Kolke, die einst durch Deichbrüche entstanden. Das Gebiet gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.
Auch die Wörpe ist geschützt: Ihr Abschnitt im Landkreis Osterholz ist das Naturschutzgebiet Untere Wörpe. In Wümme und Wörpe laufen Bemühungen, Wanderfische wie die Meerforelle wieder heimisch zu machen. Arbeiten am Ufer, Einleitungen aus der Wasserhaltung und Trübungen durch Baustellenabwasser sind dort besonders heikel.
Nördlich des Flussdeichs liegt das Feuchtgrünland des St. Jürgenslandes, teils als Landschaftsschutzgebiet Truper Blänken ausgewiesen. Dazu kommen Moor- und Marschböden, deren Torf bei Entwässerung abgebaut wird. Wo gebaut wird, sind Bodenschutz, Wasserhaushalt und die Wanderwege von Amphibien zentrale Themen.

Wir übersetzen Auflagen aus Genehmigung und Landschaftspflegeplan in konkrete Regeln für die Baustelle, weisen Gewerke ein und kontrollieren die Umsetzung bei regelmäßigen Begehungen.
In Feuchtgebieten stellen Amphibien in der Wanderzeit eine feste Größe dar. Wir kontrollieren Schutzzäune und Fangeimer in den vorgegebenen Abständen, setzen Tiere fachgerecht um und führen Fundlisten.
An Gräben, Wümme und Wörpe prüfen wir, dass Wasser aus der Baugrube geklärt abgeleitet wird, Betankung abseits der Ufer stattfindet und Oberboden getrennt gelagert wird.
Schutzwürdige Bereiche werden abgesteckt und regelmäßig kontrolliert. Wir achten darauf, dass Fahrzeuge Wurzelbereiche meiden und keine Materialien in geschützten Zonen abgestellt werden.
Naturschutzauflagen werden auf der Fläche umgesetzt, nicht nur im Ordner abgelegt.
Konflikte mit Brut- und Wanderzeiten fallen früh auf und lassen sich einplanen.
Die Behörde erhält nachvollziehbare Protokolle und Fundlisten.
Logistik und Umweltbegleitung sprechen sich ab, Baustopps werden unwahrscheinlicher.
→ Wir prüfen mit der Bauleitung Absetzbecken und Ableitung, kontrollieren die Trübung und halten Messwerte und Beobachtungen fest, damit die Behörde den Nachweis bekommt.
→ Ein Amphibienzaun lenkt die Tiere um. Unsere Kräfte leeren die Eimer zu den festgelegten Zeiten und bringen die Tiere auf die sichere Seite.
→ Fahrwege und Lagerflächen werden abgegrenzt. Fährt jemand querfeldein, melden wir den Verstoß sofort.
→ Wir stimmen Zeitfenster mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osterholz ab, kontrollieren vorab auf Nester und dokumentieren das Ergebnis.
Neue Häuser nahe Feuchtgrünland oder Gräben, bei denen Amphibienschutz und Wasserableitung im Bebauungsplan festgelegt sind.
Arbeiten an Wümme, Wörpe und deren Ufern, die nahe an Naturschutzgebieten stattfinden und strenge Auflagen haben.
Gräben durch Moor- und Marschboden, bei denen Oberboden, Torf und Grundwasser gesondert behandelt werden müssen.
Hallen und Erweiterungen, für die Ausgleichsflächen, Gehölzschutz und Bauzeitenregelungen gelten.

Wir lesen Genehmigung, Bebauungsplan und Fachgutachten und listen auf, welche Umweltauflagen für die Baustelle gelten.
Tabuflächen, Zaunverläufe, Ableitungen und Kontrollzeiten werden festgelegt und mit Bauleitung und Behörde abgestimmt.
Während der Bauzeit kontrollieren wir Zäune, Gewässer und Flächen und weisen neue Gewerke in die Regeln ein.
Fundlisten und Protokolle gehen laufend an Sie. Zum Abschluss erhalten Sie einen Bericht für die Behörde.
Grenzt ein Baufeld an das Feuchtgrünland nördlich der Wümme, dann steht zu Beginn ein Amphibienzaun entlang der Grenze. In der Wanderzeit kontrollieren wir ihn täglich in den frühen Morgenstunden, setzen Tiere über und tragen jeden Fund in die Liste ein.
Muss für die Baugrube Grundwasser abgepumpt werden, dann läuft es zuerst durch ein Absetzbecken, bevor es in den Graben gelangt. Wir prüfen Trübung und Ablauf, melden Auffälligkeiten an die Bauleitung und stellen die Protokolle für die Behörde zusammen.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Umweltkontrollen funktionieren nur, wenn Einrichtung und Logistik sie berücksichtigen. Lagerflächen, Fahrwege und Betankungsplätze legen wir deshalb gemeinsam mit den Tabuflächen fest.
Wer bei uns Logistik oder Bewachung übernimmt, wird in die Umweltregeln der Baustelle eingewiesen und meldet beschädigte Zäune oder Material in geschützten Bereichen. So sind die Umweltkontrollen in Lilienthal in den Baustellenalltag eingebunden.
Die Gemeinde liegt zwischen Wümme, Wörpe und Teufelsmoor. Mit den Naturschutzgebieten Untere Wümme und Untere Wörpe sowie Feuchtgrünland wie dem St. Jürgensland grenzen viele Bauflächen an geschützte Natur. Genehmigungen enthalten deshalb oft Umweltauflagen.

Schicken Sie uns Genehmigung und Lageplan, wir zeigen Ihnen, welche Kontrollen anfallen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Lilienthal. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit